Vorschriften für Online-Marktplätze

  • Internet-Plattformen wie Amazon, eBay und Co. boomen. Händler aus dem In- und Ausland bieten dort ihre Waren und Dienstleistungen auf so genannten Internet-Marktplätzen an. Dabei werden die Vorschriften zur Versteuerung der Umsätze in Deutschland oftmals nicht beachtet. 

    Mit dem Jahressteuergesetz 2018 wurden nun Regelungen geschaffen, um den Umsatzsteuerbetrug im Online-Handel zu bekämpfen. Das Gesetz nimmt die Betreiber der Internet-Marktplätze in Mithaftung für nicht abgeführte Umsatzsteuerbeträge. Um sich von der Haftung zu befreien, müssen die Betreiber Aufzeichnungspflichten erfüllen und detaillierte Angaben zum Händler wie Name, Anschrift, Steuernummer und insbesondere die Finanzamtsbescheinigung erfassen. Diese Bescheinigung wird dem Händler auf Antrag durch das Finanzamt ausgestellt. 

    Daneben wurde durch das Gesetz auch die umsatzsteuerliche Behandlung von Gutscheinen im europäischen Binnenmarkt geregelt. Der Begriff „Gutschein“ wird nun eindeutig im Gesetz definiert. Demnach liegt ein Gutschein vor, wenn der Inhaber diesen an Zahlungs statt zur Einlösung von Gegenständen oder Dienstleistungen verwenden kann. Unterschieden wird zwischen Einzweck- und Mehrzweck-Gutscheinen. Beim Einzweck-Gutschein liegen bereits im Zeitpunkt der Ausstellung alle Informationen zur umsatzsteuerlichen Behandlung eindeutig vor. Damit kann die Umsatzbesteuerung im Zeitpunkt der Gutscheinausgabe erfolgen. Bei Mehrzweckgutscheinen fällt die Umsatzsteuer hingegen erst beim Einlösen des Gutscheins an. 

  • Überblick

    Auf einen Blick

    • Zur Sicherstellung der Umsatzbesteuerung
    • Haftung der Marktplatzbetreiber
    • Neue Bescheinigung für Anbieter
    • Neuregelung der Versteuerung von Gutscheinen

     

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