Digitale Geschäftsmodelle

Neue Einkommensmöglichkeiten auch für Privatpersonen

Digitale Einnahmequellen

Warum darf ich bei digitalen Geschäftsmodellen das Finanzamt nicht vergessen?

  • Immer mehr Privatpersonen nutzen Internet-Plattformen wie AirBnB oder eBay, um Waren oder Dienstleistungen anzubieten. Zudem entstehen im Umfeld der sozialen Medien ganz neue Berufsbilder wie YouTuber, Blogger und Influencer. Werden mit diesen Leistungen Einnahmen erzielt, sind diese regelmäßig steuerpflichtig. Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass auch die Finanzverwaltung zunehmend Maßnahmen ergreift, um die zutreffende Besteuerung sicherzustellen. 

Was gibt es zu beachten?

  • Generell gilt, dass zunächst alle Umsätze aus digitalen Geschäftsmodellen der Umsatzsteuer unterliegen, sofern die Tätigkeit nachhaltig ausgeübt wird und keine Steuerbefreiung besteht. Bei Umsätzen bis maximal 17.500 EUR im Vorjahr und erwarteten Umsätzen im laufenden Jahr von bis zu 50.000 EUR wird die Umsatzsteuer im Rahmen der Kleinunternehmerregelung nicht erhoben. Wichtig ist jedoch, dass keine Rechnungen mit gesondert ausgewiesener Umsatzsteuer erstellt werden. Andernfalls wird die Umsatzsteuer selbst dann geschuldet, wenn die Grenzbeträge nicht überschritten sind. Zu beachten ist, dass sich die Umsatzgrenze auf die Summe der Umsätze aus allen unternehmerischen Aktivitätten bezieht. Wer bereits anderweitig unternehmerisch tätig ist, kann bereits bei geringen zusätzlichen Umsätzen der Umsatzsteuer unterliegen. 

    Die erzielten Einnahmen abzüglich der angefallenen Ausgaben sind grundsätzlich einkommensteuerpflichtig. Eine "Freigrenze" wie bei der Umsatzsteuer gibt es nicht. Wird die Grenze zur Gewerblichkeit überschritten, kann zudem Gewerbesteuer anfallen. 

    Bereits in der Vergangenheit wurden Internetplattformen und Social Media-Portale aufgefordert, Angaben über Kundenkontakten und erzielten Umsätze von Händlern und Influencern zu melden. Aufgrund der zunehmenden Bedeutung der Internetumsätze soll dies ab dem Jahr 2019 gesetzliche geregelt werden. Es ist vorgesehen, dass Betreiber von elektronischen Marktplätzen folgende Infromationen von Händlern und Verkäufern für die Finanzverwaltung vorhalten und auf Anfrage übermitteln müssen: 

    • Name und Anschrift des liefernden Unternehmens
    • Steuernummer
    • USt-ID-Nummer
    • Ort des Beginns der Beförderung/Versendung
    • Zeitpunkt und Höhe des Umsatzes

    Es ist davon auszugehen, dass die Finanzverwaltung die neu geschaffene Auskunftsmöglichkeit umfassen nutzen wird, um die korrekte steuerliche Erfassung der Einnahmen zu prüfen. 

  • Überblick

    Auf einen Blick

    • Kleinunternehmerregelung gilt auf für digitale Geschäftsmodelle
    • Umsatzsteuerfrei bei Einnahmen von max. 17.500 EUR im Vorjahr und 50.000 EUR im aktuellen Jahr
    • Einkommenssteuerpflicht gilt
    • Internetportale sind ab 2019 verpflichtet Umsatzdaten zu sammeln und an das Finanzamt zu übermitteln

     

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